Im Juni 2026 bringt das Theaterprojekt „Isay Rottenbergs Zigarrenfabrik“ ein bewegendes Stück Döbelner Geschichte auf die Bühne des Döbelner Theaters. Im Mittelpunkt steht der niederländisch-jüdische Unternehmer Isay Rottenberg, dessen Leben von wirtschaftlichem Erfolg, aber auch von Verfolgung und Enteignung während der NS-Zeit geprägt war.
Entstanden ist die Inszenierung gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die das Stück in einem offenen kreativen Prozess mitentwickelt haben – von Spiel und Bühnenbild bis hin zu den Kostümen. Grundlage bilden historische Recherchen, persönliche Familiengeschichten und intensive Begegnungen. Besonders bedeutend war dabei die Unterstützung von Sandra und Hella Rottenberg, deren Buch über ihren Großvater die Basis für das Theaterstück bildet.
„Dieses Projekt ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes, weil hier ganz unterschiedliche Menschen und Institutionen gemeinsam an Erinnerungskultur arbeiten“, erklärt Stephan Conrad von der AG Geschichte des Treibhaus e. V.
Die Aufführungen finden am 23. und 24. Juni 2026 jeweils um 19:00 Uhr im Döbelner Theater statt. Zusätzlich gibt es am 23. und 25. Juni 2026 jeweils um 10:00 Uhr Vorstellungen für Schulklassen.
Tickets sind an der Theaterkasse sowie online unter www.mittelsaechsisches-theater.de erhältlich.
Das Projekt ist Teil des Jahres der Jüdischen Kultur in Sachsen „Tacheles“ und wird durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördert. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt des Treibhaus e. V., des Fördervereins des Lessing-Gymnasiums Döbeln e. V., der Fachstelle NS-Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus sowie des Mittelsächsischen Theaters.
