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Shoah – Ein Film gegen das Vergessen

6. November @ 18:30 - 7. November @ 21:00

S H O A H – E I N F I L M G E G E N D A S V E R G E S S E N

F I L M V O R F Ü H R U N G & G E S P R Ä C H

Claude Lanzmanns Shoah aus dem Jahr 1985 gilt als zentrales filmisches Werk über die systematische Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden durch die Nationalsozialisten. Mit einer Produktionsdauer von elf Jahren und einer Laufzeit von neuneinhalb Stunden gehört der Film zu den umfangreichsten Arbeiten der Dokumentarfilmgeschichte. Lanzmann und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter filmten an den historischen Orten des Holocaust in Ostmitteleuropa und sprachen mit einigen der wenigen jüdischen Überlebenden, die unmittelbare Zeug*innen des nationalsozialistischen Massenmords in den Vernichtungslagern wurden. Für den Film kehrten sie über 30 Jahre später an die Orte zurück, an denen das Unaussprechliche geschah. Diese Interviews sowie die Aussagen weiterer Opfer bilden die Grundlage des Films, das „Unnennbare zu benennen“ (Lanzmann) und so beharrlich wie detailliert an die planmäßige Ermordung des jüdischen Volkes zu erinnern. Darüber hinaus kommen Sachverständige, nichtjüdische Pol*innen aus der Umgebung der Tötungsorte sowie ehemalige NS-Funktionäre und SS-Angehörige zu Wort. Sie berichten vor allem von den Ereignissen in Treblinka, Chelmno, Auschwitz und Warschau.

Shoah liefert nicht nur ein detailliertes Bild von den Grausamkeiten, die sich in den Lagern abspielten. Die Dokumentation beschreibt auch die logistischen Abläufe in den Todesfabriken, denen sechs Millionen Jüdinnen und Juden zum Opfer fielen. Dem Film wird eine kurze Einführung und Einordnung von Uwe Hirschfeld (Prof. für Sozialwissenschaften an der Evangelische Hochschule Dresden) vorangestellt. Weiterhin besteht die Möglichkeit begleitend Kommentare zu einzelnen Filmsequenzen und historischen Orten zu ergänzen sowie miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der 8. Mai 1945 war der Tag, an dem die bedingungslose Kapitulation aller Wehrmachtsteile (Marine, Heer, Luftwaffe) in Kraft trat und damit der Zweite Weltkrieg in Europa beendete wurde. Anlässlich des 75. Jahrestages wird der Film Shoah im Café Courage gezeigt, um an die Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden erinnern und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit anzustreben.

6. November:
Einlass: 18.30 Uhr
Beginn: 19.00 Uhr
(voraussichtliches Ende 1.00 Uhr)

7. November:
Einlass: 14.30 Uhr
Beginn: 15.00 Uhr
(voraussichtliches Ende 21.00 Uhr)

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der neonazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

Details

Beginn:
6. November @ 18:30
Ende:
7. November @ 21:00
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstalter

Treibhaus e.V. Döbeln
Telefon:
03431 / 605317
E-Mail:
info@treibhaus-doebeln.de
Website:
www.treibhaus-doebeln.de

Veranstaltungsort

Treibhaus e.V.